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Nicht jedes Heilbad ist auch Wellnessbad


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Von einem jungen Paar erhielten wir kürzlich folgendes Email: Wir leben in der Nähe eines Heilbades und gehen seit einigen Wochen regelmässig in das dortige Thermalbad, um etwas für unsere zu tun. Das Thermalwasser dort ist wunderbar, das heisst, es enthält viel Kohlensäure und wir hatten angenommen, dass es uns fit machen würde. Leider sind wir, wieder zu hause angekommen, völlig zerschlagen und selbst am nächsten Tag fühlen wir uns noch müde und angestrengt. Warum wird dann eigentlich Wellness - Werbung für viele Heilbäder gemacht?

Unsere Antwort lautete: Liebe Wellnessfreunde, Thermal- oder Mineralbäder in den Heilbädern Mitteleuropas werden seit jeher vor allem für therapeutische Zwecke genutzt, weil sich die Wässer - aufgrund von Erfahrungswerten - bei zahlreichen Krankheiten als heilsam oder lindernd erwiesen. Entscheidend hierfür sind einmal die im Wasser enthaltenen Mineralien oder Gase, die während des Badens vom Körper durch die aufgenommen werden, zum anderen die Wärme des Thermalwassers und die auftriebgebenden und damit den Körper entlastenden Kräfte, die z.B. besonders bei stark natrium (-) haltigem Wasser, das als Sole bezeichnet wird, zu spüren sind.

Der Körper reagiert beim Baden und auch danach noch auf die im Wasser enthaltenen Mineralien oder Gase, je nach Zusammensetzung. Aber auch die Badedauer und nicht zuletzt die körperliche Verfassung spielen eine Rolle bei den Auswirkungen des Bades. Mit anderen Worten: ein Bad in Thermal- oder Mineralwasser ist mit der Einnahme eines Medikamentes zu vergleichen, das natürlich nur dann ist, wenn man es richtig dosiert.

Zahlreiche Mineral- und Thermalwässer sind, aufgrund ihrer Zusammensetzung sehr wohl als Wellness - Bäder zu nutzen, weil ihre Inhaltsstoffe den Körper garnicht oder kaum belasten. Eine zu ausgedehnte Badedauer in einem Mineral- oder Thermalwasser mit hohem Anteil an Kohlensäure (Kohlendioxyd), einem stark sulfathaltigen (schwefelhaltigen) Wasser oder auch einer starke Sole kann auch gesunde Körper strapazieren.

Das von Ihnen besuchte Thermalbad mit hohem Kohlensäureanteil kann vor allem bei Herzerkrankungen und Durchblutungsstörungen eine grosse sein - wenn die Badezeit richtig dosiert wird. Nicht umsonst finden sich in solchen Bädern Hinweisschilder mit denen darauf hingewiesen wird, dass eine bestimmte Badezeit (meist 20 Minuten) nicht überschritten werden soll.

Die das und den anregende Kraft des Wassers ist so stark, dass selbst junge, kräftige bei längerer Badedauer Schäden am erleiden können.

Geniessen Sie daher weiter Ihr Bad in Thermal- oder Mineralwasser. Wenn Sie sich an die empfohlene Badezeit halten oder ein Bad aufsuchen in denen ein solcher Vorbehalt nicht gemacht wird, werden Sie beschwingt nach hause fahren mit dem Gefühl wirklich etwas für Ihre getan zu haben.

Weitere Infos finden Sie hier …

 

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