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Dünne Knochen durch Leptin


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Hormon wirkt über das / der ?

hat sich als überraschend vielseitiger Akteur im Stoffwechselgeschehen erwiesen. Seine Funktion geht weit über die eines Sättigungshormons hinaus. Diese von Fettzellen gebildete Substanz beeinflusst etwa den Zuckerstoffwechsel und die Synthese von Geschlechtshormonen. Nun sind aus den Vereinigten Staaten und aus Deutschland auf einen weiteren erstaunlichen Zusammenhang gestossen. Demnach steuert auch das Knochenwachstum, indem es entsprechende Signale an das vermittelt.

Die werden stär~dig umgebaut. Dafür sorgen besondere Zellen. Die Osteoklasten lösen Knochensubstanz auf, und Osteoblasten bauen neues Material auf. Masse und Dichte des Knochens ergeben sich aus dem Verhältnis von Neubildung und Abbau. Wird zu viel Substanz abgebaut, kommt es zur . Schon länger weiss man, dass ein an Geschlechtshormonen den Knochenabbau fördert, während Ubergewicht ihn hemmt. Das legt die Vermutung nahe, dass Knochenmasse, Körpergewicht und Keimdrüsen von einem gemeinsamen RegeLkreis gesteuert werden.

Forscher um Gerard Karsenty vom Baylor College of Medicine in Houston/Iexas und Michael Amling vom Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf haben Mäu

se mit bedingtem Ubergewicht und verminderter Funktion der Keimdrüsen untersucht. Die Tiere des einen Stammes können kein bilden, denen des anderen Stammes fehlen die Bindungsstellen für das Hormon im . Wie sich weiter zeigte, haben die Tiere auffallend massive . Länge und Dicke sind normal, doch das wabenartige Zentrum ist äusserst dicht, obwohl es den Tieren an Geschlechtshormonen mangelt (”Cell”, Bd. 100, S. 197). Die Mäuse sind dick und unfruchtbar, aber sie haben feste .

Offensichtlich hemmt das normalerweise den Aufbau von Knochenmasse. Es beeinflusst die Osteoblasten aber nicht direkt, sondern auf dem Umweg über eine Hirnstruktur, den Hypothalamus. Der Hypotbalamus, der auch an der Regulation des Körpergewichts mitwirkt, signahsiert den Osteoblasten unter dem Einfluss von , die Synthese von Knochensubstanz zu drosseln. Anders als bislang angenommen wird der Knochenstoffwechsel somit auch vom gesteuert. Die Forscher hoffen nun, dass sich neue Behandlungsmöglichkeiten für die ergeben. Man müsste die Konzentration oder die Wirkung von verringern, dabei aber wie Ubergewicht und vermeiden. R.W.

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