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Essen für die Gesundheit?


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Margarine gegen den . Joghurt für die Darmflora. Mineralwasser für feste . Die Liste von Nahrungsmitteln «mit einem nachgewiesen gesundheitsfördernden Nutzen», in der Fachsprache Functional Food genannt, wird immer länger. Sind solche angereicherten wirklich sinnvoll oder ist es Bauernfängerei? Diese Frage beschäftigte am Dienstag hochrangige Experten aus Industrie und Forschung bei der Biotechnologie-Tagung ACHEMA in Frankfurt.

Eigentlich ist funktionelle Nahrung ein Hut, wie Prof. Gerhard Rechkemmer zugibt, Inhaber eines Lehrstuhls für Biofunktionalität in Lebensmitteln in Weihenstephan: «Es sei unumstritten, dass bestimmte das Krankheitsrisiko senken». Wenn Kalzium das - senkt, sind auch mit Kalzium angereicherte Getränke gut für die .

Eine Art «natürliches funktionelles » ist die Muttermilch: Sie ist angereichert mit Stoffen, die Babys für ihre Entwicklung brauchen. Lipide zum Beispiel sind gut für die Gehirnentwicklung. Die Hersteller von Kindernahrung orientieren sich an den Inhaltsstoffen der Muttermilch. Auch bei anderen Nahrungsmitteln ist es Rechkemmer zufolge durchaus möglich, gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe anzureichern.

Aber nicht alles, was auf dem Etikett klingt, macht auch Sinn, warnt die Ernährungsphysiologin Prof. Hannelore Daniel von der TU München. Brot mit Grüntee-Extrakt oder Quark mit verkauften sich, «weil das für den der Verbraucher irgendwie klingt», nicht weil die Wirkung wissenschaftlich bewiesen wäre.

Detlev Müller von Procter & Gamble sieht in angereicherten Lebensmitteln auf jeden Fall «ein gewaltiges Potenzial», das den ermöglicht, weniger zu und dennoch mehr gesunde Stoffe aufzunehmen. Funktionelle versprechen dank hoher Preise auch gute Geschäfte.

Ob Functional Food zum «» wird, liegt an der Gesetzgebung, aber auch nicht unwesentlich an den Herstellern selbst. Wenn sie das Blaue vom Himmel versprechen («hilft gegen ») wird Functional Food eher als «Mogelpackung» beim Verbraucher ankommen. Wenn die Produkte nicht halten, was sie versprechen, prophezeit Unilever-Mann Bockisch ihnen das Schicksal der Light-Welle: «Das war auch eine gute Sache. Aber sie starb an mangelndem Vertrauen.»

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