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Rheuma-Blocker hilft 70 Prozent der Patienten


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Ein neuer -Blocker führt bei 70 Prozent der Patienten zu einer Verbesserung. Der Anti-TNF-Alpha lasse die zwei bis drei Millionen -Kranken in Deutschland hoffen, sagte Reinhold Schmidt von der Medizinischen Hochschule Hannover am Rande des Weltgesundheitskongresses in derselben Stadt. TNF steht dabei für Nekrose Faktor, ein körpereigener Stoff bei - und Entzündungereaktionen.

Bisher hätten Mediziner die rheumatischen Entzündungen mit Schmerzmitteln wie Kortison behandelt. Da so nur die Symptome bekämpft wurden, verbesserte sich der Zustand der Patienten nur kurzfristig. Die erst kürzlich eingeführten spezifischen Hemmstoffe linderten nicht nur die Symptome sondern blockierten auch die Entzündung, sagte der Experte.

“Wir haben den TNF-Alpha-Blocker in den vergangenen neun Jahren entwickelt und getestet”, sagte Joachim Kalden vom Institut für klinische Immunologie. Bislang seien keine wie erhöhte Infektanfälligkeit oder von Tumoren beobachtet worden. Allerdings müsse die Wirkung des Medikaments noch weiter beobachtet werden, sagte der Immunologe. Von den weiteren Studien mache eine Reihe Krankenkassen die Finanzierung des teuren Medikaments abhängig. “Langfristig sorgt der -Blocker für eine signifikante der sekundären Kosten”, sagte Kalden mit Blick auf Kuren und Betreuung der Patienten.

Wenn sich der -Blocker durchgesetzt habe, sei der nächste Schritt ein direkter Eingriff in die Produktion der schädlichen Zellen, sagte Professor Schmidt. Damit würde man nicht erst eine Entzündung abwarten müssen, sondern gleich die Zellen des Immunsystems, die sich zerstörend auswirken, umsteuern.

ist gerade in den Industrienationen eine Volkskrankheit. Experten erwarten, dass sich die Zahl der zwölf Millionen Erkrankten in den USA in den nächsten 30 Jahren verdreifachen wird. “Es ist realistisch, wenn man diese Prognose auch auf Deutschland überträgt”, sagte Schmidt. Genau wie in den USA steige die Zahl der älteren , die besonders anfällig für sind, auch in Deutschland stark an.

Andere Faktoren, die auf eine Erkrankung Einfluss haben, sind neben den auch der und die Ernährung. So ist die Zahl der -Erkrankten laut Schmidt in Japan, wo viel Fisch und Gemüse gegegessen wird, deutlich niedriger.

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