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Shiitake-Pilze (Lentinus edodes) sind mit Vorsicht zu geniessen


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Der Shiitake- (Lentinus edodes) wird als Speisepilz geschätzt, gezüchtet und in grösseren Mengen verzehrt. Bei besonders empfindlichen kann der kulinarische Genuss aber nachträglich durch streifenförmige, peitschenhiebähnliche Rötungen der getrübt werden. Auslöser dieser seltenen, zum Teil schweren Hautreaktionen ist vermutlich ein natürlicher Inhaltsstoff dieser Pilzart.

Shiitake-Pilze werden nicht allein wegen ihrer hervorragenden Würz- und Geschmackseigenschaften gerne gegessen. Ihnen wird auch eine für die rundum positive Wirkung zugeschrieben. Doch für einige wenige hat der Verzehr dieser Pilze gesundheitlich unangenehme Folgen: Wenige Stunden nach der Mahlzeit tritt die sogenannte Shiitake- oder Flagellanten-Dermatitis auf. Dabei handelt es sich vermutlich um eine Überempfindlichkeitsreaktion auf das im enthaltene Polysaccharid Lentinan.

Peitschenhiebähnliche Hautrötungen am Körper, den Armen und sowie im wurden in der Vergangenheit vor allem nach dem Genuss von nicht ausreichend gekochten Pilzen beobachtet. Die Empfehlung lautete deshalb, Shiitake-Pilze nur gut durchgekocht oder gut durchgebraten zu verzehren. Neuere Berichte von Ärzten weisen jedoch darauf hin, dass die Zubereitungsart keinen Einfluss auf die Gesundheitsstörung bei dafür empfänglichen hat. Auch bei Verbrauchern, die nachweislich gut durchgekochte oder -gebratene Pilzgerichte verzehrt hatten, entwickelte sich eine Shiitake-Dermatitis. Allerdings wurden in Deutschland bisher nur wenige Fälle beobachtet.

Das BfR rät, nach Verzehr von Shiitake-Pilzen auf mögliche Unverträglichkeitsreaktionen zu achten und bei ersten Anzeichen auf den weiteren Genuss dieser zu verzichten. Da möglicherweise UV-Licht die Reaktion verstärken kann, sollten die betroffenen Hautpartien auch nicht der ausgesetzt werden.

Bei Patienten mit einer Flagellanten-Dermatitis sollten die Ärzte danach fragen, ob die Hautreaktionen möglicherweise Folge eines Verzehrs von Shiitake-Pilzen sind. Das BfR bittet, solche Fälle zwecks zentraler Erfassung dem Bundesinstitut für mitzuteilen.

Hinweis der Redaktion:
Jetzt ist wieder Pilzzeit und viele machen sich ein besonderes Vergnügen, daraus, sich eine feine Pilzmahlzeit selbst in der Natur zu suchen. Neuere Erkenntnisse haben gezeigt, dass der Verzehr zahlreicher, bisher als ungefährlich geltenden Pilze, zu gefährlichen Folgen, bis hin zum tödlichen Ausgang führen kann.
Die Ursache liegt darin, dass der Körper Giftstoffe oder auch allergieauslösende Stoffe der Pilze speichert und die nachteiligen Folgen erst dann auftreten, wenn durch eine weitere Mahlzeit von Pilzen die kritische Menge überschritten wird.

Alle Fachleute rufen daher dazu auf, auf keinen Fall veraltete Pilzbücher mehr zu benutzen, in denen die riskanten Pilze noch als ungefährlich angeführt werden. Überdies ist kein noch so gutes Buch geeignet, eindeutig bestimmte Pilze zu identifizieren. Wichtig sind hierzu vor allem auch Geruchs- und Geschmacksproben.
Für Laien empfiehlt sich unbedingt an eine Exkursion mit einer Fachfrau oder einem Fachmann teilzunehmen, um sich sachkundig zu machen.

Weitere Infos finden Sie hier …

 

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