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Therapie emotionaler Turbulenzen


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1.
Wesentlich an Kognitiver Verhaltenstherapie ist der Prozess der “kognitiven Umstrukturierung”: Gemeinsam mit den Patienten werden irrationale oder machende Denkmuster aufgedeckt, durch neue funktionale Denkweisen ersetzt und trainiert. Die vorliegende Einführung bietet Therapeuten eine Systematik zur Strukturierung emotionaler Turbulenzen.

Schritt für Schritt und anhand fachlich kommentierter Fallbeispiele beschreibt der Autor das therapeutische Vorgehen beim kognitiven Umstrukturieren in 5 Phasen: 1. Vermitteln des Kognitiven Models 2. dysfunktionale Denkweisen auffinden 3. diskutieren, ob sie realitätsbezogen sind 4. funktionale Denkweisen erarbeiten 5. diese alternativen Denkweisen trainieren. Jedes Kapitel schliesst mit Übungs- bzw. Ausbildungsfragen und weiterführender Literatur. Insbesondere für Berufsanfänger und Ausbildungskandidaten ist die grundlegende Überarbeitung der “Emotionalen Turbulenzen” eine unentbehrliche .

2.
Der Autor beschreibt im Vorwort (S.IX) des Buches seine Intention wie folgt:
“Es dient als einführende Arbeitsgrundlage für die kognitiv-verhaltenstherapeutische emotionaler Probleme in der Einzel- und Gruppentherapie. Der Leser lernt eine äusserst effektive Methode kennen, emotionale Probleme seiner Patienten gezielt anzugehen, strukturiert und zielgerichtet zu bearbeiten und abzubauen und er kann auch persönlich davon profitieren.”
Damit richtet sich dieses Buch vordringlich an “Fachleute”, die “in und Beratung tätig sind oder sich in Ausbildung zum Therapeuten/zur Therapeutin befinden.” Besonders für letztere bietet die didaktische Struktur, mit den optisch sich sehr gut verankernden Heraushebungen der Kernaussagen und Definitionen, aber auch insbesondere durch den, an jedes Kapitel angehängte Fragenteil, optimale Lernmöglichkeiten. Damit folgt der Autor dem Duktus der modernen Verhaltenstherapie - Hilfestellung zur Selbsthilfe zu geben.
Das sehr praxisnah gehaltene Buch gibt im Einführungskapitel einen sehr kompakten, profunden Abriss der Entwicklung der Kognitiven Verhaltenstherapie und derer wesentlicher Merkmale. Leitet dann mit dem letzten Unterkapitel der Einführung der “Kognitiven Umstrukturierung in fünf Phasen” zum Herzstück der Kognitiven Verhaltenstherapie über.
Im zweiten Kapitel widmet sich der Autor der “Vermittlung des Kognitiven Modells zur Emotionsentstehung”. In den darauffolgenden zwei Kapiteln (dem Schwerpunkt des Buches) geht es um die Identifikation und Veränderung identifizierter dysfunktionaler Konzepte.
Besonders in der Herausarbeitung, welche dysfunktionalen Denkmuster es überhaupt gibt, zeigt sich die immense didaktische Stärke des Autors. Durch die sehr kreativen Namensgebungen der verschiedenen dysfunktionalen Schemata kann sich der auch noch so gedächtnisgeplagte Leser eine (m)nemotechnische (findet ihn!!!!) Verankerungsmöglichkeit schaffen.
Die letzten beiden Kapitel drehen sich um den Aufbau und das Training neuer, funktionaler Konzepte und legen dem Leser/der Leserin die Übungsnotwendigkeit sehr ans .
Im Anhang befinden sich laminierte Arbeitsblätter zum Herausnehmen. Dies unterstreicht auf das Vortrefflichste die Intention des Autors dem Therapeuten/der Therapeutin etwas an die Hand zu geben, was pragmatisch, zielführend hilft, eine Analyse der Problematik eines jedweden Klienten, Klientin vorzunehmen. Aber auch im Rahmen erweiterter Selbsterkenntnis eine “Selbstanalyse von Emotionen” durchzuführen (welche sich als “Hausaufgabe” auch für den Klienten/die Klientin im Therapieprozess mehrfach anbietet).
Meiner Meinung nach gehört diese Buch zu den Besten seiner Art. Es gibt dem Leser/der Leserin auf 284 Seiten eine äusserst profunde, vom Stil sehr kurzweilig gehaltene Einführung in die Kognitive Verhaltenstherapie und wird seinem Untertitel damit gerecht - kommt dabei trotzdem nicht oberflächlich daher.
Die Leser, welche allerdings mehr ein “Selbsthilfebuch” suchen, was sich auch für die Bibliotherapie von Klienten eignet, sei das 2001 in der 1.Auflage, ebenfalls bei Beltz erschienene Buch “Im Gefühlsdschungel- Emotionale Krisen verstehen und bewältigen” desselben Autoren empfohlen, da dieses noch weitaus stärker den Selbsthilfe und Selbsttherapieaspekt in den Vordergrund stellt.

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