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Antibiotikum dreht Tuberkulose den Saft ab


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Neuer schaltet die Energieversorgung der aus und macht sie so unschädlich

Ein neues Antibiotikum reduziert die Behandlungszeit von um die Hälfte und könnte auch gegen resistente Stämme der Lungenkrankheit wirken. Das haben Forscher des Pharmakonzerns Johnson & Johnson in Experimenten an Mäusen herausgefunden. Erste Versuche an gesunden verliefen bereits vielversprechend. Koen Andries und sein Team vom belgischen Forschungslabor des Unternehmens stellen die im Fachmagazin Science vor (Online-Vorabveröffentlichung vom 9. Dezember).

Die Forscher kamen der Wirksubstanz mit dem noch kryptischen Namen “R207910″ auf die Spur, als sie die Wirkung von Substanzen ihrer Stoffdatenbank auf den Erreger M. smegmatis prüften, einem ungefährlichen Verwandten des Tuberkulosebakteriums. Zu ihrem Erstaunen dreht der den förmlich den ab: Er unterbricht die Energieproduktion der Zellmaschinerie. “Meiner Ansicht nach ist es der erste gegen überhaupt, der die Energiezufuhr ausschaltet,” kommentiert Andries. In Zellkulturen zeigte sich, dass auch multiresistente Tuberkulosekeime abgetötet werden.

Da die von mit infizierten Mäusen nur rund halb so lange dauerte wie eine Standardtherapie, hoffen die Forscher auf ähnliche Vorteile beim . Studien an gesunden Probanden zeigten bereits, dass das neue Antibiotikum keine ungewöhnlichen hat. Ob die Substanz im ebenso wirksam wie in Mäusen bekämpft, wird in nun laufenden Studien untersucht.

rangiert gleich hinter auf Platz zwei der tödlich verlaufenden Infektionskrankheiten. Jedes Jahr sterben daran rund zwei Millionen weltweit. Bislang scheiterten die Aktivitäten der Weltgesundheitsorganisation WHO im Kampf gegen die daran, dass viele Patienten aus der monatelangen wegen auftretender oder fehlender Geduld ausstiegen. Eine schnell wirkende könnte den Kampf gegen diese Geissel der Menschheit deutlich voranbringen.
ddp/bdw “ Martin Schäfer

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