Der Bäder-Führer / Spa-Guide
Homepage Kurorte Kliniken Praxen Hotels Informationen Impressum Suchen  

werbung auf dem baeder-fuehrer.ch

Mit einem doppelten Trick gegen kaputte Nerven


Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Durch Überwindung einer inneren und einer äusseren Barriere können zerstörte Sehnerven regeneriert werden

Einem amerikanischen Forscherteam ist es gelungen, durchtrennte Sehnerven bei Mäusen wiederherzustellen. Dabei identifizierten die zwei Schlüsselmechanismen, die normalerweise die Regeneration von im Zentralen Nervensystem verhindern: das Fehlen eines wachstumsfördernden Proteins innerhalb der Nervenzellen und eine äussere Blockade des Wachstums durch Narbenbildung. Diese Entdeckung könnte nicht nur dabei helfen, Erblindeten ihre Sehfähigkeit wiederzugeben, sondern auch den Grundstein für die von Rückenmarksverletzungen legen, berichten Dong Feng Chen und ihre Kollegen von der Harvard-Universität in der Fachzeitschrift Journal of Cell Science (Bd. 118, S. 863).

Im Gegensatz zum grössten Teil des restlichen Körpergewebes verlieren die Nervenzellen in , Sinnesorganen und Rückenmark etwa zum Zeitpunkt der Geburt ihre Fähigkeit, sich nach Verletzungen zu erneuern. Was genau diese Zellen von anderen Nervenzellen, die sich durchaus noch regenerieren können, unterscheidet, war bislang unklar. vermuteten jedoch, dass dabei zwei Blockademechanismen zusammenarbeiten: die Unfähigkeit der erwachsenen Zellen, erneut zu wachsen und die äussere Umgebung der Nervenzellen in und Rückenmark, die ein solches Wachstum verhindert.

Einer der Schlüssel für die Regenerationsblockade scheint dabei ein Gen namens Bcl-2 zu sein, entdeckten Chen und ihre Kollegen nun. Während der Embryonalentwicklung ist es angeschaltet, und das gebildete aktiviert Wachstum und Regeneration der . Später stellen die Zellen die Produktion jedoch ein, und ihre Fähigkeit zur Wiederherstellung verschwindet. Als die Mäuse so veränderten, dass das Gen in den Nervenzellen ständig aktiv war, blieb die Regenerationsfähigkeit der tatsächlich länger erhalten: Nach einer Durchtrennung wuchsen die Sehnerven der Tiere vom Auge bis ins .

Das galt jedoch nur für neugeborene Mäuse, zeigten weitere Untersuchungen. Bei älteren Tieren mit einem voll entwickelten war offenbar noch ein zweiter Schlüssel nötig: Trotz Bcl-2-Aktivierung bildeten die Stützzellen in der Umgebung der durchtrennten nämlich eine Barriere aus Narbengewebe, die das Wachstum blockierte. Durch eine weitere genetische Veränderung, die die Narbenbildung verhinderte, konnten die Forscher jedoch auch bei diesen Tieren die Regenerationsblockade durchbrechen.

Eine , bei der Bcl-2 aktiviert und die Narbenbildung verhindert wird, könnte in Zukunft mit Verletzungen oder Krankheiten des Sehnervs ihr zurückgeben, hoffen die Forscher. Sie vermuten ausserdem, dass eine ähnliche Kombination auch eine Regeneration des Rückenmarks und damit Querschnittsgelähmten eine neue Beweglichkeit ermöglicht.

Weitere Infos finden Sie hier …

 

« rückwärts zu: IG Zöliakie der Deutschen Schweiz

vorwärts zu: Der Internist »

Noch keine Kommentare. Seien Sie doch der Erste?

Geben Sie Ihre Meinung ab ...

Sie müssen eingelogged sein um Kommentare zu schreiben.