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Zur richtigen Zeit das richtige Medikament


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Wirkung der hängt von der Tageszeit ab

Wie gut eine wirkt und wie schlimm ihre sind, hängt von der Tageszeit der Medikamenteneinnahme ab: Die Innere Uhr des Organismus beeinflusst die Sensibilität des Körpers für Wirkstoffe gegen , indem sie die Überlebensfähigkeit bestimmter steuert. Das haben amerikanische bei Versuchen mit Mäusen herausgefunden, deren Innere Uhr sie mithilfe verschiedener Genveränderungen aus dem Takt gebracht hatten. Über die von Joseph Takahashi von der Northwestern-Universität in Evanston und seinen Kollegen berichtet das Howard-Hughes-Institut für Medizin.

Schon seit mehr als dreissig Jahren berichten Ärzte immer wieder, dass eine bei einer Verabreichung zu bestimmten Tageszeiten besser anschlägt als zu anderen und auch die unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Bislang konnten diese Befunde jedoch nicht in die integriert werden, weil unbekannt war, welcher Mechanismus hinter der Tageszeitabhängigkeit steckt.

Um den Effekt genauer zu untersuchen, verabreichten die Forscher um Takahashi Mäusen den Cyclophosphamid, der die von verändert und damit ihr Wachstum stoppt. Die Tiere reagierten abhängig von der Tageszeit sehr unterschiedlich auf das : Morgens vertrugen sie es wesentlich schlechter als am späten Nachmittag “ ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Innere Uhr der Mäuse die Reaktion auf den beeinflusste.

Diese Vermutung bestätigte sich bei weiteren Versuchen, in denen die Forscher das veränderten Mäusen verabreichten. Bei den Tieren, bei denen sie die Innere Uhr durch die Erbgutveränderung in ihrer morgendlichen Phase angehalten hatten, fanden die ebenfalls eine deutlich stärkere Reaktion auf den als bei den Tieren, deren Innere Uhr auf “Nachmittag” eingestellt war. Dieser Unterschied kam wohl dadurch zustande, dass die Schwankungen der Inneren Uhr die Überlebensfähigkeit bestimmter beeinflussten, zeigten weitere Untersuchungen.

Mit dieser Entdeckung sei erstmals eine konkrete Möglichkeit gefunden, die Wirkung von Medikamenten durch das richtige Timing zu verbessern, schreiben die Forscher. Substanzen, die während einer zusätzlich auf die Innere Uhr einwirken, könnten ausserdem eingesetzt werden, um die Effektivität insgesamt zu verbessern oder das Auftreten schlimmer zu unterdrücken.

Die haben ihre in der Fachzeitschrift veröffentlicht (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1073/.0409897102).
ddp/wissenschaft.de “ Ilka Lehnen-Beyel

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