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Modernes Krebsmedikament wirksam bei chronischen Herz- und Lungenerkrankungen


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Giessener Lungenforscher weisen erneut erfolgreiche Umsetzung des translationalen Forschungskonzeptes vor

Am Universitätsklinikum Giessen und Marburg, Standort Giessen, haben die Lungenforscher unter der Leitung von Prof. Friedrich Grimminger bei der klinischen Anwendung eines neuen Tumormedikamentes aus der Klasse der Tyrosinkinasehemmer entdeckt, dass der eingesetzte (Imatinib) das Gewebewachstum bei Tumoren, aber auch bei chronischen - und Lungenerkrankungen hemmt. Die weit reichende Bedeutung für Lungenkrankheiten, insbesondere dem Lungenhochdruck, der Lungenfibrose und der chronisch-obstruktiven Bronchitis (COPD), konnte die Arbeitsgruppe des Lungenexperten jetzt sowohl in präklinischen Studien als auch klinischen Fallbeschreibungen belegen. Nach dem der “Everest Höhenstudie” und der Zulassung des Viagra Wirkstoffes gegen Lungenhochdruck in Amerika liefern die Ergebnisse der Giessener Lungenforschung erneut die massgeblichen Vorraussetzungen für eine weltweite klinische , in der die Wirksamkeit der neuen an einer grossen Zahl von Patienten untersucht wird.

Zukunftsweisender Einsatz von modernem gegen chronische - und Lungenkrankheiten “Die molekularen Mechanismen, die zur Zellvermehrung in einem führen, spielen auch bei chronischen - und Lungenerkrankungen eine Schlüsselrolle,” erklärt Professor Friedrich Grimminger, Leiter der Abteilung Medizinische Klinik V “Pulmologische Onkologie” des Universitätsklinikums Giessen und Marburg. Bei vielen chronischen Volkserkrankungen, wie z.B. der (Gefässverkalkung), dem im grossen , aber auch dem Lungenhochruck, dem Lungenemphysem und der Lungenfibrose kommt es zu gutartigen Gewebewucherungen. Dabei vermehren sich die Zellen in den Wänden der Blutgefässe oder der Atemwege. Sie verengen sich schleichend und behindern Blutfluss und Atmung. Ein Abbau der einmal entstandenen Wandschichten war bislang nicht möglich, mit der Folge, dass diese degenerativen Veränderungen noch vor den Krebserkrankungen weltweit als die häufigste gelten. Umso bedeutsamer sind die Ergebnisse der ersten klinischen Fallbeschreibungen der Lungenärzte Prof. Friedrich Grimminger und Dr. Ardeschir Ghofrani mit der jüngsten Generation von Tumormedikamenten speziell bei den gutartigen Gewebewucherungen bei chronischen Lungenerkrankungen, wie z.B. dem Lungenhochdruck, der Lungenfibrose und der chronischen Bronchitis (COPD): Mit dem “Imatinib”, einem Tyrosinkinasehemmer, gelingt es gezielt den unkontrolliert wachsenden Zellen das Signal zum Absterben zu geben. Ein Absterben von Zellen konnte bisher nur durch die des gesamten Körpers mit aggressiven Chemotherapien erreicht werden. Durch die modernen Krebsmedikamente werden die Gefässe wieder dünner und dehnbarer. Diese zukunftsweisenden Beobachtungen wurden jüngst in Amerika vorgestellt und jetzt im renommiertesten Medizinjournal, dem New England Journal of Medicine (NEJM), publiziert.

Erneuter der “Translationalen Medizin” innerhalb von 18 Monaten In der zeitgleich durchgeführten wissenschaftlichen Grundlagenuntersuchung gelang es der Arbeitsgruppe des Sonderforschungsbereiches 547 “Kardiopulmonales Gefässsystem” unter der Leitung von Priv.-Doz. Ralph Schermuly erstmals die erfolgreiche des Lungenhochdrucks mit “Imatinib” in präklinischen Studien beschreiben und zu publizieren. Die wechselseitige Kooperation zwischen den Giessener Grundlagenforschern und Klinikern liefert zum zweiten Mal innerhalb von 18 Monaten die massgeblichen Vorraussetzungen für eine weltweite klinische , in der die Wirksamkeit der neuen an einer grossen Zahl von Patienten untersucht wird. Das erste Erfolgsbeispiel der hier praktizierten translationalen Medizin ist die “Giessener Everest ”. Die Höhenstudie, und die daraufhin erfolgte Zulassung des Viagra Wirkstoffes gegen Lungenhochdruck in Amerika im Juni 2005, hatte weltweite Aufmerksamkeit ausgelöst.

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