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Das Projekt Hannibal, der Fall Barschel
Neu: Das Projekt Hannibal
Der Fall Barschel


Chinesische Medizin bremst Zucker

Ein Wirkstoff aus der chinesischen Medizin hilft, den Blutzuckerspiegel von Diabetikern zu senken. Das bestätigt ein internationales Forscherteam.

Auf der Suche nach neuen Arzneimitteln interessieren sich Forscher zunehmend für fernöstliche Heilmethoden. Die Herausforderung ist nicht nur, herauszufinden, ob ein Medikament wirkt, sondern auch wie es wirkt.

Ein Team von chinesischen, koreanischen und australischen Wissenschaftlern hat in diesem Zusammenhang den Wirkstoff Berberin untersucht. Die bittere, gelbe Substanz gehört zu den Alkaloiden und ist unter anderem in der Wurzel der Berberitzenbeere und des Goldgewindes enthalten.

Wirksam gegen Mikroben

Schon seit Jahrhunderten werden berberinhaltige Pflanzen zur Wundheilung und zur Behandlung von Durchfallerkrankungen eingesetzt. Chinesische Medizinbüchern beschrieben überdies, dass Berberin auch Typ-2-Diabetikern hilft, ihren Blutzucker niedrig zu halten. Doch wie das funktionieren könnte, war bisher unbekannt.

Regulierter Blutzucker

In Studien mit Labortieren fanden die Forscher heraus, dass Berberin ein spezielles Enzym in der Leber und der Muskulatur aktiviert, das die Insulinempfindlichkeit des Gewebes beeinflusst. Typ-2-Diabetiker haben genau hiermit Probleme: Sie entwickeln eine zunehmende Resistenz gegenüber dem zuckerverarbeitenden Hormon. Das treibt ihren Blutzuckerspiegel in die Höhe. „Berberin hilft, den Blutzuckerspiegel zu senken und bewirkt darüber offenbar hinaus eine Gewichtsabnahme“, erklärt Studienleiter Dr. Jiming Ye.

Derzeit nehmen viele Typ-2-Diabetiker den Wirkstoff Metformin oder Medikamente der so genannten Thiazolidinedion-Gruppe ein, um ihren Blutzuckerspiegel in Schach zu halten. Doch die haben ihre Schattenseiten: Ein Teil der Patienten verträgt Metformin nicht, Wirkstoffe der Thiazolidinedion-Gruppe hingegen können zu unerwünschter Gewichtszunahme führen. Für die ohnehin meist übergewichtigen Typ-2-Diabetiker ist das besonders prekär.

Nebenwirkungsarme Alternative?

Mit Berberin könnten sie besser fahren: „In der Literatur sind nur wenige Nebenwirkungen von Berberin beschrieben“, erklärt Jiming Ye. Das Naturprodukt ist somit ein aussichtsreicher Kandidat zur Entwicklung eines neuen Diabetesmedikaments. Allerdings müssten Wirksamkeit und Nebenwirkungen zuvor noch in den üblichen standardisierten Tests überprüft werden.

Ihre Studienergebnisse veröffentlichen die Forscher in der medizinischen Fachzeitschrift „Diabetes“

Weitere Infos finden Sie hier …

wellnes

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