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Johanniskraut: Neue wissenschaftliche Analyse zeigt klinische Wirksamkeit einzelner Extrakte


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Die wissenschaftliche Aufarbeitung pflanzlicher Arzneimittel ist in den letzten Jahren weit vorangekommen. Trotzdem wird die richtige Beurteilung einzelner pflanzlicher Präparate durch eine spezielle Eigenschaft der Phytopharmaka kompliziert: Sie sind in ihrer Vielfalt kaum einzeln fassbar. Im Unterschied zu den chemisch definierten Einzelsubstanzen können die natürlichen Vitalstoffgemische vielmehr je nach Drogenqualität und Herstellungsverfahren Präparate mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften ergeben. PD Dr. Klaus Linde, Autor der Cochrane-Dokumentation “”, hat deshalb die vorhandenen klinischen Studien im Hinblick auf die Bedeutung einzelner Johanniskrautextrakte analysiert.

Auf Anregung von Phytoexperten wurde vor einem Jahr ein hochkarätig besetztes interdisziplinäres, wissenschaftliches Gremium ins Leben gerufen, das den aktuellen Stand klinischer Forschung nach EBM-Kriterien und Extrakt bezogen untersucht. Die “Kommission Qualität und Transparenz von Phytopharmaka” wird vom KFN unterstützt.

Mit dem ersten Auftrag der Kommission wurde PD Dr. Klaus Linde vom Zentrum für naturheilkundliche Forschung der TU München betraut. Der Autor des Cochranreviews “St. John™s wort for depression” (The Cochrane Database of Systematic Reviews 2005, issue 2. Art.No: CD000448) untersuchte die vorhandene Wirkung randomisierter Studien zur Wirksamkeit einzelner -Extrakte bei im Vergleich zu Placebo oder zu synthetischen Antidepressiva.

In einer ersten Übersicht prüfte Dr. Linde, fuür welche auf dem deutschen Markt als Antidepressiva eingesetzten Hypericum-Extrakte klinische Studien vorliegen. Er berücksichtigte in seiner Analyse ausschliesslich Studien mit randomisiertem und doppelblindem Studiendesign, insgesamt 42 an der Zahl. Zu jedem der zum Zeitpunkt der Übersicht (Februar bis Oktober 2006) auf dem deutschen Markt verfügbaren Präparat wurde eine deskriptive Bewertung der Evidenzlage erstellt. Die im Dezember 2006 abgeschlossene Arbeit umfasst 53 Seiten und trägt den Titel “ bei Depression “ eine Übersicht der randomisierten Studien bezogen auf einzelne Extrakte”. Sie ist im Internet unter www.phytotherapie-komitee.de/Forschung/kfn_hyperic_281206.pdf abrufbar.

 

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