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Ursache chronisch entzündlicher Darmerkrankung entdeckt


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hoffen auf neue Therapieansätze

Ein gestörter zellulärer Signalweg kann chronisch entzündliche wie oder Colitis ulceroisa auslösen. Wie ein internationales Forscherteam in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature www.nature.com/ berichtet, verursachte die Hemmung eines Signalmoleküls eine Beschädigung der Darmoberfläche bei Mäusen. Der damit verbundene molekulare Mechanismus ist vermutlich auch beim an der chronisch entzündlicher beteiligt.

“Die Ergebnisse eröffnen einen völlig neuen Ansatz zur Entwicklung neuer Therapien”, sagt Markus Neurath vom beteiligten Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz www.uni-mainz.de/ im Gespräch mit pressetext.

Während im Darm grundsätzlich unschädlich sind und sogar zur Nahrungs-Verwertung beitragen, können sie Krankheiten auslösen, falls sie in die Darmwand eindringen. Diese ist deshalb durch eine dünne Schicht aus Epithelzellen bedeckt, die als Barriere wirkt und die Darmwand somit vor schützt.

Für ihre züchteten die Mäuse, deren Epithelzellen im Darm ein spezielles fehlte. Dieses spielt bei der Aktivierung des Signalmoleküls NF-Kappa-B eine wichtige Rolle, welches Zellen beim mit hilft. Die Folge: Die Mäuse entwickelten eine schwere chronisch entzündliche Darmerkrankung, die der Darmentzündung beim ähnlich ist. “Bei Untersuchungen haben wir festgestellt, dass das Darmepithel der Mäuse beschädigt war”, sagt Neurath. “In der Forschung wurde bereits seit längerem vermutet, dass die Epithelzellen bei chronisch entzündlichen eine wichtige Rolle spielen. Unsere liefert erstmals Ergebnisse, die diese Vermutung bestätigen.”

“NF-Kappa-B ist ein Überlebenssignal für Zellen”, sagt Manolis Pasparakis von der ebenfalls am Projekt beteiligten Universität Köln www.uni-koeln.de/. “Ohne dieses Molekül sterben Darm-Epithelzellen viel eher.” Durch das Absterben der Zellen entstanden Lücken in der dünnen Schicht, welche die Darmwand schützen soll. “Durch diese Lücken konnten die in die Darmwand eindringen”, sagt Pasparakis. Diese provozierten eine Antwort des Darm-Immunsystems, welches Botenstoffe produzierte. Diese verursachten die Symptome der Entzündung. “Der Kontakt des Immunsystems mit den Darmbakterien ist der Auslöser für einen Teufelskreis”, sagt Neurath. “Denn die Entzündungssignale gelangen zu den Epithelzellen, die durch das Fehlen von NF-Kappa-B sehr empfindlich darauf reagieren und sterben.” Die Folgen sind noch grössere Lücken in der Epithelschicht, so dass noch mehr in die Darmwand eindringen können. “Das Resultat ist eine fortschreitende , die zu einer chronischen Entzündung führt, wie wir sie von Patienten mit chronisch entzündlichen kennen,” so Neurath.

In einem nächsten Schritt wollen die nun untersuchen, welche die auslösen. “Wir vermuten, dass nur wenige in der Darmwand diesen Effekt verursachen.” Ausserdem hoffen die Forscher, dass ihre Erkenntnisse die Entwicklung neuer Therapien ermöglichen werden. “Bisher richteten sich die Behandlungsansätze immer gegen die Reaktion des Immunsystems”, sagt Neurath. In Zukunft könnten dagegen Medikamente entwickelt werden, welche die Reaktionen bei den Epithelzellen behandeln.

 

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