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Gendefekt verstellt “Innere Uhr”


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Ob jemand Frühaufsteher oder Langschläfer ist, steckt bereits in den . Aber die innere Uhr bestimmt nicht nur, wer morgens schwungvoll aus dem Bett steigt “ die ganze Tagesform hängt davon ab. Darüber berichten Prof. Achim Kramer und seine Arbeitsgruppe vom Institut für Medizinische Immunologie der Charité -Universitätsmedizin Berlin jetzt in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals “Proceedings of the National Academy of Sciences” ().

Mit einem kleinen Stich in den Arm entnahm das Team um Prof. Kramer Hautzellen von Patienten, die unter Schlafstörungen . Die entnommenen Zellen wurden kultiviert. Im Zelllabor beobachteten die Forscher anschliessend die Aktivität der sogenannten Uhrgene in Abhängigkeit von der Tageszeit. So erhielten sie für jede Testperson ein individuelles Profil. Mit einem Fragebogen bestimmten die Forscher, zu welcher Tageszeit die Probanden verschiedene Aufgaben lieber durchführen. Das Ergebnis: Sind die aktiv, ist es der Mensch auch. “Allein am Verlauf der Kurven können wir vorhersagen, ob es sich um einen Frühaufsteher oder Langschläfer handelt”, beschreibt Prof. Kramer das .

Ein Teil der untersuchten Patienten wurde sogar als extremer Spät- oder Frühtyp eingeordnet. Die Analyse ihrer Hautzellen lässt die Forscher vermuten, dass sie einen haben, der ihre innere Uhr verstellt. Rund ein Viertel aller Deutschen darunter. “Für die Betroffenen ist es ein Problem”, sagt Prof. Kramer, “weil sie ständig gegen ihren biologischen leben müssen.” Sie sind zu einer anderen Phase des Tages aktiv und können sich nur schwer an die Zeiten von Freunden, Schule oder Beruf anpassen. Oft diese auch an Schlafstörungen, und psychischen Erkrankungen. “Mit unserer neuen Untersuchungsmethode ist es jetzt möglich, in kurzer Zeit zu testen, ob das Problem bedingt ist”, erklärt der Chronobiologe. “Eine individuelle , zum Beispiel mit Lichttherapie, kann so gezielt helfen.”

Dass die sogenannte Masteruhr unseren inneren steuert, ist schon seit einiger Zeit ist bekannt. Sie ist im direkt mit den Sehnerven verknüpft und wird über das Sonnenlicht “gestellt”. Doch auch unsere beeinflussen die Masteruhr, wie die Ergebnisse der Charité- zeigen. So gibt es unabhängig von der Frühaufsteher und Langschläfer, Partymuffel und Nachteulen.

Kontakt
Prof. Achim Kramer
Institut für Medizinische Immunologie
Charité -
Universitätsmedizin Berlin
Tel.: 030 “ 450 524 263
achim.kramer@charite.de

 

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