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Die wichtigsten Faktoren für ein langes Leben


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US-Forscher haben fünf Faktoren identifiziert, die bei Männern die Chancen auf ein langes Leben erhöhen. Demnach erreicht ein 70-Jähriger, der nicht raucht, weder unter Übergewicht noch Bluthochdruck oder leidet und sich zudem regelmässig intensiv bewegt, mit einer Wahrscheinlichkeit von 54 Prozent ein Alter von neunzig Jahren. Gleichzeitig erhöht ein solcher Lebensstil seine Aussichten, sich auch im fortgeschrittenen Alter noch geistig und körperlich fit zu fühlen. 70-Jährige unsportliche Raucher mit Übergewicht, Bluthochdruck und Diabtes haben dagegen lediglich eine vierprozentige Chance, neunzig zu werden. Alkoholkonsum und Cholesterinspiegel, in der Vergangenheit mehrfach mit der Lebenserwartung in Verbindung gebracht, gehörten hingegen nicht zu den Schlüsselfaktoren.

Begonnen hatte die Studie bereits 1981. Damals nahmen Laurel Yates von der Harvard-Universität und ihr Team die Daten von 2.357 männlichen Ärzten mit einem Durchschnittsalter von 72 Jahren auf. In den folgenden sechzehn Jahren füllten die Teilnehmer ein bis zweimal pro Jahr einen Fragebogen aus, in dem sie Angaben zu Alter, Grösse, Gewicht, , Cholesterinspiegel sowie zu Gewohnheiten wie dem Nikotin- und Alkoholkonsum und körperlicher Bewegung machten.

970 und damit 41 Prozent der Probanden wurden 90 Jahre oder älter, zeigte die Auswertung am Ende der Studiendauer. Etwa ein Viertel der Variabilität bei der Lebenserwartung kann dabei auf genetische Faktoren zurückgeführt werden. Für einen Grossteil des Rests waren laut der Daten fünf beeinflussbare Faktoren entscheidend: Nikotinkonsum, körperliche Bewegung, der , das Gewicht und das Vorliegen von . War auch nur einer dieser Einflüsse ungünstig, verringerte sich die Chance auf ein langes Leben deutlich. So sank die Wahrscheinlichkeit, die neunzig zu erreichen, bei unsportlichen Männern von 54 auf 44 Prozent, bei Männern mit Bluthochdruck auf 36 Prozent und bei Rauchern gar auf 22 Prozent. Trafen gleich mehrere negative Faktoren zusammen, etwa Unsportlichkeit, Übergewicht und , lag die Chance nur noch bei 14 Prozent.

Zusätzlich beeinflussten die Schlüsselfaktoren auch die körperliche und geistige Fitness der Männer: Sportliche Nichtraucher ohne Übergewicht und fühlten sich subjektiv besser und litten zudem seltener und später an Krankheiten wie Krebs, Herzproblemen oder Schlaganfällen als diejenigen, bei denen zumindest einer der Faktoren als negativ einzustufen war. “Unsere Ergebnisse zeigen, dass ein gesunder Lebensstil auch im fortgeschrittenen Alter fortgesetzt werden sollte, um die Sterblichkeit und das Risiko einer Invalidität zu reduzieren”, lautet daher das Fazit der Forscher.

Laurel Yates (Brigham and Women’s Hospital, Boston) et al.: Archives of Internal Medicine, Band 168, S. 284

 

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