Patienten nach Herzinfarkt: Diszipliniert bei Pillen und Rauchen, weniger bei Gewicht und Bewegung
Tags: Herzinfarkt
Patienten nach Herzinfarkt erweisen sich als außerordentlich diszipliniert, was die vom Arzt verschriebenen Medikamente angeht: Fast alle Betroffenen nehmen sie auch noch nach zwölf Monaten regelmäßig ein. Weniger streng halten sie sich allerdings an die Empfehlungen ihrer Behandler, wenn es um die Veränderung des Lebensstils geht, berichteten Herzspezialisten bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim.
Auf diesem wissenschaftlichen Großereignis waren bis heute 7.300 Teilnehmer präsent.
Die Forschergruppe aus Dresden um Dr. Claudia Genée befragte fast 800 Patienten sechs und zwölf Monate nach überstandenem Herzinfarkt hinsichtlich Lebensstil und Medikamenteneinnahme. „Erfreulich ist die Nikotinkarenz“, hebt Dr. Genée ein Ergebnis der Untersuchung hervor: Drei von vier Patienten, die vor dem Infarkt geraucht hatten, gelang es innerhalb des ersten Jahres danach, den Zigarettenkonsum einzustellen. Als noch größer erwies sich die Disziplin der Herzinfarkt-Patienten bei den Medikamenten: 98,6 Prozent der Befragten nahmen ihre Medikamente sowohl nach sechs als auch nach zwölf Monaten noch regelmäßig ein.
Weniger positiv ist die Bilanz beim Lebensstil, sagt Dr. Genée: „Sekundärpräventive Schulungen zu Gewichtsreduktion, Sport und Ernährungsumstellung erwiesen sich als noch unzureichend, insbesondere ist der Einstieg in eigenständigen Ausdauersport und regelmäßige Bewegung noch nicht zufriedenstellend.“ Von den ursprünglich 668 übergewichtigen Patienten konnten 54,4 Prozent in den zwölf Monaten nach dem Infarkt ihr Gewicht um mehr als fünf Prozent reduzieren, 53 Prozent der Patienten hatten innerhalb der ersten sechs Monate mit regelmäßigem Training begonnen.
Kontakt:
Prof. Dr. Eckart Fleck, Berlin (Pressesprecher der DGK) Christiane Limberg, Düsseldorf (Pressereferentin der DGK, Tel.: 0211- 600 692 – 61; Fax: 0211- 600 692 – 67; limberg@dgk.org ; Tel. Im Kongresszentrum 0621-41065002
Roland Bettschart, B&K Medien- und Kommunikationsberatung, mobil 0043 676 6356775
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Eingabe30. März 2008|15:23 in Erkrankungen, Forschungsergebnisse
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